Vorträge
Die Wirkung von Kräuterkissen (Vortrag Gartenmarkt 2010)
Düfte haben eine besondere Wirkung auf unseren Körper.
In früheren Zeiten wurde dem Duft einer Pflanze eine Heilwirkung zugeordnet und als Medizin verwendet.
Man gebrauchte stark duftende Pflanzen um sich vor Ansteckung zu schützen, oder auch um Krankheiten zu heilen.
Ein Beutel mit besonderen Kräutern konnte manchen Ohnmächtigen früher wieder zum Bewusstsein verhelfen.
Mit der Entwicklung der pharmazeutischen Medizin ist dieses Wissen in den Hintergrund gerückt worden.
Erst durch die Aromatherapie werden Düfte zur Heilung körperlicher Beschwerden wieder verwendet.
Der Duft der äth. Öle besteht aus hunderten von chem. Verbindungen ( Rosenduft ü. 400 u. Lavendel ü. 160 Verbindungen )
In vielen Experimenten wurde bewiesen, dass Kräuter mit viel äth. Öl in der Lage sind Bakterien, Keime und andere Krankheitserreger im Raum zu vernichten.
Das Wort ätherisch stammt aus dem griech. Wort Aither und bedeutet „reine Himmelsluft oder strahlendes Sonnenlicht.
Wie wirkt ein Duftkissen?
Der Duft von Kräutern entsteht aus dem Freisetzen des ätherischen Öls der Pflanze .
Dieses Dufte kann auf verschiedene Art bewirkt werden.
Entweder durch Brechen der Kräuter, sodass an der Bruchstelle Duft entweichen kann, oder durch Drücken der Duftdrüsen, die sich meist in den Blüten befinden.
Deshalb wird durch Drücken oder Schütteln des Kräuterkissens immer neuer Duft entströmen.
In unserer Nase befindet sich die Riechschleimhaut mit tausenden von Sinneszellen, die den Duft registrieren.
Der Geruchsnerv leitet den Sinnesreiz zum limbischen System im Gehirn.
Das limbische System ist der älteste Teil unseres Gehirns, der schon vor dem Denkhirn entwickelt war.
Vom limbischen System aus wird die Duftbotschaft an andere Bereiches des Gehirns weitergeleitet
Die Düfte wirken auf die tiefen Schichten unserer Seele ein. Es wird die Freisetzung verschiedener Neurochemikalien angeregt. (Endorphine, Adrenalin u. a.)
Wir fühlen uns durch den Duft des Kräuterkissens, beruhigt, entspannt oder angeregt, je nach Wahl der Kräuter.
Die Duftstoffe erreichen das Nervenzentralsystem und beeinflussen sowohl die Psyche als auch den Stoffwechsel und das hormonelle Geschehen.
Die Duftstoffe können auch beim Einatmen durch die Lunge in den Blutkreislauf gelangen.
Lassen sie sich bei der Auswahl der Kräuter instinktiv von ihrer persönlichen Vorliebe leiten und vertrauen sie auf den unbewussten Teil in ihnen, der genau weiß was ihnen gut tut.
Dann werden sie sich für das richtige Kräuterkissen entscheiden.
Richtiges Ernten und Trocknen von Kräutern
Nach jahrelanger Erfahrung mit einigen Misserfolgen, gebe ich die wichtigsten Grundregeln weiter:
1. Schneiden sie die Kräuter erst nach mind. 3 sonnigen Tagen, nie nach Regen oder Gewitter. Am Schönsten bleiben sie wenn es vorher wochenlang nichtgeregnet hat. So bleiben sie grün und behalten ihr volles Aroma.
2. Auch nicht am Tag vor der Ernte gießen.
3. Schneiden sie die Kräuter, wenn sie am Schönsten stehen und noch nicht blühen. Z. B. Lavendel wird am Besten geerntet, wenn er noch nicht ganz aufgeblüht ist.
4. Um die Mittagszeit haben alle Pflanzen ihr größtes Aroma, möglichst um diese Zeit schneiden.
5, Schneiden sie nur soviel in der Höhe ab, wie die Pflanze verwendbar ist, also nicht direkt über dem Boden abschneiden, sondern dort beginnen, wo die Blätter verwendbar sind. Aus den Blattachsen der stehen gelassenen Pflanze entwickeln sich neue Seitentriebe, die dann wieder geerntet werden können.
6. Nach der Ente den Pflanzen wieder Nahrung geben, zum Beispiel Kompost. So können sie mehrmals im Jahr kräftige schöne Kräuter ernten.
7. Wenn genügend Zeit ist, die Kräuter mit der Gartenschere in einen Erntekorb klein schneiden, nur weiche Stiele verwenden, an harten Stielen die Blätter abzupfen. Getrocknet werden die Kräuter auf Kartonsteigen, die in jedem Supermarkt kostenlos zu bekommen sind. Sie lassen sich gut aufeinander stecken und sind ideal dafür geeignet. Legen sie noch einige Lagen Zeitungspapier so hinein, dass es wie bei einem Obstkuchenboden an der Seite etwas hochgeht. Darauf die Kräuter geben. Tägliches Umwenden verkürzt den Trockenvorgang.
8. Wenn an einem Tag viel geerntet werden soll, die Kräuter in nicht zu dicke Sträuße bündeln und mit Gummis zusammen binden Wenn sie statt des Gummis einen Faden verwenden, fallen die Kräuter beim Trocknen heraus. Biegen sie eine Büroklammer auseinander für einen Haken, den sie im Gummi einhängen. Die Kräutersträuße werden jetzt aufgehängt, entweder an einem Regal, oder an einer aufgespannten Schnur.
9. Trocknen sie die Kräuter immer im Schatten. In der Sonne verlieren sie Farbe und Geschmack Im Freien bei trockenem Wetter, z. B. unter dem Balkon, bei Regenwetter im Keller oder auf dem Speicher trocknen. Wenn sie die Kräuter in der Wohnung trocknen, duftet es wunderbar.
10. Kräuter mit möglichst gleichlangen Trocknungszeiten zusammengeben. Feine Kräuter mit dünnen Blättern z. B. Melisse, Rosenblätter trocknen schneller als Kräuter, die etwas haarig sind z. B. Pfefferminz, Duftgeranien, Ringelblumen.
11. Manche Kräuter fallen während des Trocknens ab z. B. Lavendelblüten. Deshalb diese Sträuße mit einer Wäschekammer in eine Papiertüte klammern, oder gleich die Blüten liegend trocknen. Lavendel braucht lange.
12. Die Kräuter sind dann trocken, wenn sie knistern, achten sie aber auch auf die Stiele, die länger brauchen.
13. Zur Aufbewahrung von getrockneten Kräutern sind Dosen aus Blech am Besten geeignet. Auch alte Kochtöpfe, oder große Einkochtöpfe bewahren das Arome gut. In Papiertüten verlieren sie etwas Aroma, Gläser nur für kurze Zeit verwenden, da Licht den Kräutern schadet. Nicht geeignet sind Plastikdosen. Dort werden sie wieder weich und beginnen zu schimmeln.
14. Sortieren sie die Kräutern nach Mischungen für bestimmte Zwecke.
Z. B. Erkältungskräuter, Bitterkräuter für Galle und Magen, leichter Tee für den täglichen Bedarf.
Sie werden merken, dass selbstgeerntete und richtig getrocknete Kräuter viel besser schmecken, als jeder gekaufte Tee.
Die Blumensprache unserer Seele
Nach jahrelangen Erfahrungen mit Blumen und Kräutern, entwickelt sich bei mir eine andere Sichtweise und Beziehung im Erkennen der Pflanzen.
Es gab Pflanzen, die ich gerne bei mir im Garten verankert gehabt hätte, aber es mir gelang nie. Dann gab es welche, die von selbst kamen und zu denen ich erst nach Jahren einen Bezug fand. Andere waren da und sprachen mich an, das heißt ich freute mich, dass sie da waren.
Parallel dazu bemerkte ich aber, dass bestimmte Blumen oder besonders gut gediehen.
Ich versuche zu Ergründen was mir diese Pflanzen sagen wollten und deshalb schaute ich auf mich, oder in mich, wie ich war in der Zeit, in der sie blühten. Sie wurden mir zu Verbündeten für diese Zeit. Vielleicht war es umgekehrt, dass sie, weil sie besonders gut wuchsen mir meine Zeit mit ihnen zeigten?
Als sich vor über 20 Jahren einmal ein Storchenschnabel überall in meinem Garten ansiedelte und ich mich auch zu ihm hingezogen fühlte, war dies das erste Signal von meiner Schwangerschaft, noch bevor ich es wusste.
Als diese beiden letzten Kinder geboren waren, ging der Storchenschnabel wieder aus meinem Garten. Einfach so, ohne mein Zutun.
Seit dieser Zeit versuche ich instinktiv oder intuitiv zu ergründen, was die Pflanzen oder Blumen mir zu sagen haben.
Ich stellte ich fest, dass sich diese Prinzipien auf alle Menschen übertragen lassen, sie sind sozusagen Spiegelbilder der Seele. So, wie die Pflanzen aussehen, so sind wir in der Zeit, wenn diese Pflanze ihren Höhepunkt hat, wenn sie blüht.
Manchmal sah ich auch, dass Pflanzen, die mir Bekannte schenkten, deren Gesundheitszustand anzeigten.
Dieses alles zeigt überdeutliche, wie sehr wir mit der Natur verbunden sind, ob wir es bemerken oder nicht.
Wenn wir aber erkennen, was uns die Pflanzen mitteilen möchten, können wir uns besser schützen oder auf gewisse oder ungewisse Zeiten einstellen.
Beispielsweise zeigen mir meine Kraftpflanzen an, zu welcher Zeit mehr Arbeit auf mich zukommt. Die verspielten oder zarten Blumen, machen mir deutlich, dass jetzt meine gröbere Phase in die sanfte und Achtsamkeitsphase übergeht.
Man ist nie nur eine Pflanze
So wie man nie ein ganz bestimmter einzelner Charakter ist, sondern zusammengesetzt aus vielen Nuancen
und Vorlieben. So zeigt auch die Blumensprache nicht an einer Blüte den ganzen Menschen.
Mindestens ein buntes Blumenbeet oder ein ganzer Strauß von verschiedenen Blumen ergibt die Vielfältigkeit eines individuellen Charakters.
Es gibt Zeiten, da kann ich mich an dieser Blume fast nicht satt sehen. Aber irgendwann ist es vorbei und ich spüre intuitiv, dass eine Veränderung angesagt ist. Dann werden die einjährigen Blumen aus der Erde genommen oder die mehrjährigen, nach dem Blühen abgeschnitten.
Dieses Gefühl, wann der richtige Zeitpunkt gekommen ist, ist so individuell, wie Menschen individuell sind. Da gibt es keine Norm und je mehr man sich von dem eigenen Gefühl leiten lässt umso mehr fühle ich mich als Selbst.
Es ist das Gefühl in mir, diese oder jene Pflanze zu beachten und schön zu finden.
Aber das Gefühl in mir zeigt nicht nur die Pflanze wie ich bin, sondern zeigt auch wo ich hin tendiere, also wie ich sein möchte.
Wenn ich mir beispielsweise, die Rose zu Hauptpflanze erklärt habe, heißt das, das ich auf dem Weg bin zur Liebe.
Zuordnung
Ich ordne die Pflanzen in bestimmte Kriterien ein:
1. Wo wachsen sie.
Brauchen sie Licht oder Schatten, oder können sie sich überall anpassen.
Welche Nachbarpflanzen haben sie.
Die meisten Pflanzen können nur unter bestimmten Bedingungen wachsen, aber es gibt auch welche z. B. Waldglockenblume oder Akelei die können sowohl in der Sonne wie auch unter Bäumen blühen.
Das sagt aus, wie anpassungsfähig wir bestimmten Situationen gegenüber sind.
2. Wie wachsen sie.
Wachsen sie gerade, haben sie einen Stängel oder sind sie verzweigt.
Wachsen sie hoch oder bleiben sie der Erde nahe, oder brauchen sie gar eine Rankhilfe.
Obwohl die Sonnenblume und das Gänseblümchen die gleiche Art der Blüte haben ist ihr Charakter doch verschieden.
3. Wann wachsen sie.
Zu welcher Jahreszeit kommen sie und wie lange bleiben sie.
Es gibt Blüten die blühen nur einen Tag, andere dagegen halten es wochenlang aus.
Blüte
4. Welche Farbe hat die Blüte.
Wie lange blüht sie und wie viele Blüten hat sie.
Wie sind die Blütenblätter geschaffen, zart oder robust.
Meistens spiegelt die Blütenfarbe die Lieblingsfarbe der Person wieder.
Gestalt.
5. Wie ist die Gesamtform der Pflanze.
Wie gestaltet sich die Blüte in ihrer Form und Blütenblätter
Zeigt die Blüte in eine Richtung, geht sie nach oben oder nach unten.
Gibt es mehrere Blüten an einem Stängel.
Wie öffnet sich die Blüte.
Schnell, wie ein Gänseblümchen oder zaghaft, wie eine Rose.
Das Gänseblümchen
Gänseblümchen sind die Blumen der Kinder und sind wie Kinder.
Sie sind klein und der Erde nahe.
Sie sind aufgeschlossen, was das offener Gesicht der Blume zeigt und deshalb für alles Neue offen.
Sie nehmen Kränkungen nicht besonders schwer und blühen gleich am nächsten Tag wieder, wenn der Rasenmäher sie beschnitten hat.
Auch Kinder können schnell wieder lachen.
Offene Menschen, die schnell begeisterungsfähig sind, gerade heraus, lieben die Gänseblümchen. Diese Menschen sind unkompliziert und können gut vergeben. Sie nehmen sich selbst etwas zurück, zu Gunsten der Anderen.
Die Haltung des Körpers und seine Kleidung entsprechen, dem der innerlich jung gebliebenen Menschen. Egal, ob das Kleid 20 Jahre oder neu ist, wenn es seinem Typ entspricht, wirkt es immer schön.
Gänseblümchen sind die ideale Blume, die Welt in einem schönen Licht zusehen. Gänseblümchen helfen Kränkungen nicht als solche anzusehen, sondern als Entwicklungschance über Schwierigkeiten hinweg zu kommen.
Sie sind sehr genügsam.
Gänseblümchen helfen sich etwas zurückzunehmen, wenn die Dominanz überragt, ohne dass man sich gekränkt fühlt, wenn andere einmal an erster Stelle stehen.
„ Ich liebe das Leben, egal wie es ist“, sagt das Gänseblümchen und weiß aus getretenen Situationen immer wieder aufzustehen.
Aber Gänseblümchenmenschen stehen immer etwas im Hintergrund, als sogenannte Mauerblümchen.
Gänseblümchen drängen sich nicht vor und lieben keine leitenden Positionen.
Gänseblümchen sind keine Anführer oder große Idealisten.
Das Veilchen
Veilchen haben eine ähnliche Umgebung wie Gänseblümchen und sind deshalb etwas wesensverwandt, jedoch in Aussehen und Form unterschiedlich. Das heißt, durch die Farbe und die Form der Blüte, sind Veilchen wesentlich dominanter als Gänseblümchen.
Das kräftige Lilablau verleitet mehr zum Anschauen und wahrnehmen.
Auch der starke süße, fast aufdringliche Duft, gibt das Signal zu Beachtung, auch wenn sie bescheiden unter der Hecke blüht.
Das Veilchen war die Blume unser Großeltern und verkörperte damit auch deren Lebensprinzipien.
Bescheidenheit, Duldsamkeit, Ehre, Sittsam, gute Manieren, Fleiß und Wohlerzogen sind die Tugenden, der Fräuleins, die sich um die Jahrhundertwende noch mit Veilchensträußchen an der Brust schmückten.
Das Veilchen, möchte aber, trotz aller Bescheidenheit, war genommen und geachtet werden. Es lässt nicht einfach auf sich herum trampeln und gibt auch schneller auf, als das Gänseblümchen.
Es blüht auch nicht so lange und zieht sich dann zurück.
Es ist durchaus herzlich und liebenswürdig in seiner Art.
Diese Aussage symbolisieren die Blätter, der eine herzähnliche Form haben.
Das Maiglöckchen
In ähnlicher Kategorie wie das Veilchen ist das Maiglöckchen einzuordnen.
Es blüht auch im Frühjahr und ist eine Blume, der Menschen, die sich trotz Alter immer noch etwas Jungendlichkeit im Innern bewahrt haben.
Auch diese Blume war eine Lieblingsblume unserer Groß- und Urgroßeltern und das Maiglöckchenparfüm, war im 19 Jahrhundert das Beliebteste.
Das Glöckchenprinzip, das hier verkörpert ist, ist die Redseligkeit, der Menschen, die Maiglöckchen schön finden.
Manchmal jedoch wirkt der starke Duft, dieser Pflanze, wie ein Dauerredner, der fast lästig wird.
Aber da das Maiglöckchen nicht sehr groß und bescheiden nur im Schatten wächst, ist diese Gefahr weniger gegeben, als bei groß blühenden Glockenblumen.
Die Rose
Die Rose ist die Königin unter den Blumen.
Bei der Rose finden wir ein ganz besonders Prinzip, das ist ihre Veredelung.
Wie schon der Name sagt, wird sie von der gemeinen Heckenrose, durch Abgeben all ihrer (über-) irdischen Teile, zu einer edlen Rasse.
Nun noch der nicht sichtbare Teil, also die Wurzel unter der Erde zeugt von ihrer niederen Abstammung.
Das bedeutet dass, die Menschen, die sich der Rose hingezogen fühlen, hohe Ideale anstreben, um zu inneren Vervollkommnung zu gelangen.
Die Rose ist das Symbol der vollkommenen Liebe und des reinen Herzens.
Um diese Vervollkommnung zu erreichen, bedarf es der enormen Lernanstrengung, zu Überwindung aller niederen inneren Triebe, z. B. Zorn, Hass Eifersucht und andere.
Ebenso finden wir in der sanften Entfaltung der Blüte, das Symbol der Achtsamkeit und langsamen Entwicklung.
Ein Rosenmensch ist behutsam im sich Öffnen, anderen gegenüber und möchte sich nicht so schnell preis geben, wie Beispielsweise die explosive
Entfaltung der Mohnblume.
Auch ist das Wort Schönheit ein Begleitwort der Menschen, die Rosen leiben. Schönheit in Bezug auf eigene Schönheit, Scheit in den Dingen und Menschen, die sie umgeben. Ein Rosenmensch sucht die Harmonie in allen
Dingen.
Die Rose sucht sich ihre Umgebung aus und jeder weiß, dass nur wenige Pflanzen zu Rose passen, oder sich in der Erde wohlfühlen.
Die Pflanzen, die mit der Rose zusammen im Beet wachsen haben ähnliche Charaktere, oder sie ergänzen sich. z. B. Lavendel hat einen ähnlichen Charakter und Katzenminze buhlt mit ihrem Duft gleichwertig.
Der Rosenmensch sucht sich seine Freunde ganz genau aus.
Die Rose ist ein fest verankerter, ausdauernder Charakter, was die holzigen Stiele und die fast ewige Wurzel aussagen.
Sie weiß sich zu wehren, wie nur ganz wenige Pflanzen überhaupt, durch ihre Dornen.
Die Margarite
Die Margarite hat einen ähnlichen Charakter wie das Gänseblümchen, aber keine Bescheidenheit wie dieses.
Für mich sagen die ersten Margariten: Sommer in Sicht.
Ein blühendes Margaritenfeld öffnet das Herz für die Freude zur Natur.
Freude ist das Wort der Margarite.
Ein Margaritenmensch ist ein stets freundlicher aufgeschlossener Mensch.
Er ist jederzeit präsent und möchte immer strahlen.
Der Strahlenkranz der Margarite mit ihrem Sonnengesicht macht dies deutlich.
Aber, da dieser Mensch eine totale Offenheit mit sich bringt, verleitet er andere dazu allzu sorglos damit umzugehen.
Ein ausgenutzt werden und die Gefahr von sorglosem Wehtun sind die Schattenseiten, denen die Margaritenmenschen leicht ausgesetzt sind.
Deshalb haben sie die Sorge, wie sie sich schützen können vor den Verletzungen der Mitmenschen, denn sie fallen all zu oft auf die Hinterlist eines anderen Menschen herein.
Dadurch aber, dass die sich freuen können, lernen sie auch leicht wieder sich aufzurichten.
Die Margarite, sowie alle offenen Blumen haben Überfluss in Allem.
Da ihre Blüte keine Form hat, etwas aufzusammeln, da sie flach ist, kann sie viel an andere abgeben. Auch hier spiegelt sich die einfache, unkomplizierte Art ihres Wesens.
Die Mohnblume
Die Mohnblume ist eine feurige explosive Natur.
Geduld ist ihr fremd.
Ihr Blühen ist ein kurzer, aber heftiger Ausbruch all ihrer starken Leidenschaft.
Feuer und Wind sind ihre dominierenden Elemente.
Starke Gefühle sind ihr Wesen und ihre rote leuchtende Farbe zieht wie magisch jede Aufmerksamkeit auf sich.
Der Mohnblumenmensch ist ein spontaner Strohfeuer entzündender, ideenvoller Charakter, dem alles Beginnen leicht fällt, dem es aber an Ausdauer mangelt ein Projekt zu Ende zu führen.
Viele angefangene Dinge liegen in irgendeiner Ecke beiseite geschoben herum und warten vergeblich auf ihre Vollendung.
Die starken Kräfte des Anfangs sind der Schwerpunkt des Mohns.
Die Mohnblume braucht als Ausgleichslebenspartner einen Geduldsmensch der zwar manchmal in ihren Augen zu langsam ist, aber sie ist ja auch extrem explosiv, was sie oft dann übersieht.
Deshalb passt zu der Mohnblume, als Partner, die etwas zurückhaltende Kornblume ganz gut.
Trotz allem versteht es die Mohnblume Trost zu spenden und keiner einfach nur an ihr vorbeigehen. Jedem gibt sie etwas mit.
Die Kornblume
Die Kornblume ist ein stillerer ruhiger ausgeglichener Charakter.
Das angenehme Blau ihrer Blüte bringt schon Ruhe in die Umgebung.
Das langsame öffnen ihrer Blüte ist ein vorsichtiges Herantasten an ihre Umwelt oder Mitmenschen, wobei man bei ihr den Eindruck hat, dass sich letztendlich immer noch etwas von sich selbst zurückhält.
Denn die Blütenblätter der Kornblume stecken in einer Kapsel.
Das heißt dass Kornblumenmenschen etwas verschlossen leben, wohl aber zu ihrem Besten.
Die Blüte besteht mehr oder weniger aus vielen, kleine Fühlerchen, die sich vorsichtig senkrecht nach oben strebend, aber in der eigenen Tiefe geborgen oder verankert der Sonne zeigen.
Die Verzweigtheit ihres Wesens, lässt auf eine vielseitige Veranlagung schließen.
Da sie selbst wenig grüne Blätter bilden kann, wählt sie als Gegenpartner das grüne Getreidefeld. Dort findet sie Beachtung.
Die Kornblume ist die Blume ist die Blume des Auges.
Blickt man auf ein Getreidefeld mit Kornblumen, so ist dieser Anblick schon eine Wohltat, zuerst für die Augen und in der Tiefe für die Seele.
Früher waren Kornblumen Heilpflanzen für Augenkrankheiten.
Heute werden Kornblumenblüten in allen Tee und Pottpuriemischungen deshalb dazugemischt, weil es schön für das Auge anzusehen ist.
Dies wiederum sagt uns, dass die Kornblume auch einen estätischen Charakter besitzt, das heißt Schönheit ist ein wichtiges Bezugswort für Kornblumenmenschen.
Mit ihrer Kühle ist sie auch ein guter Gegencharakter der Mohnblume und das zeigen beide in ihrer natürlichen Umgebung, wie gut sie zueinander passen.
Die Sonnenblume
Die Sonnenblume ist ein freudiger, strahlender, kraftvoller Mensch,
der durch sein Leuchten andere aus ihren Tiefen herauslocken möchte und kann.
Das Gesicht immer der Sonne zugewandt, deutet auf Rampenlichtqualitäten hin. Im Schatten würde die Sonnenblume nicht oder nur sehr schlecht gedeihen. Sonnenblumenkinder müssen immer viel erzählen und wollen
Unbedingt wichtig genommen werden.
Aber aus sich allein ist sie nicht fest verwurzelt, weshalb er andere Hilfestellungen als Stütze braucht. Auch deshalb weil Stürme an ihm zerren, würde er alleine stehen.
Die Hilfestellung oder Haltestab, kann für die Sonnenblume ein starker Glaube sein, ein guter zufriedener Lebensrhythmus, oder Familienverband.
Dieses innere Verbundensein mit anderem ist wichtig, auch deshalb weil er sehr hochstrebend ist und sonst allzu leicht fallen würde.
Die Sonnenblume ist, wie das Gänseblümchen, oder die Margarite ein total offener Charakter, der auch von sich viel hergeben kann.
Insekten und Vögel gibt er gerne Nahrung.
Sein Charakter ist Feuer und das ist seine Kraft.
Deshalb werden seine Blütenblätter bei Fieber als Tee getrunken.
Seine Körner dienen als Kraftnahrung.
Die Kamille
Die Kamille ist wie alle Korbblütler ein offener Charakter, der aber wegen seiner Verzweigtheit, vielseitiger ist als zum Beispiel das Gänseblümchen.
Der Kopf der Kamille schaut erhöht über den Strahlenblättern heraus, was auf eine Überreaktion schließen lässt.
Wenn die vielen kleinen Blütenköpfchen der Kamille sich im Felde wiegen spürt man geradezu die Erregbarkeit ihres Wesens.
Der Kamillemensch ist ein aufrechter Charakter, der sehr hilfsbereit seinen Mitmenschen zu Diensten steht.
Die stark heilenden Kräfte der Kamille spiegeln sich im kameradschaftlichen Freund, der helfend immer zu Seite steht.
Diese Zuverlässigkeit zeigt sich auch darin, dass die Kamille überall dort, wo Schutt oder Erdbewegungen sind, sich sofort einstellt.
Die Kamille als Freund zu haben, bedeutet jemand sich anzuvertrauen, der in Notzeiten einem auf die Schulter klopft und Kopf hoch sagt.
Die Kamille ein guten Lebensberater. Sie kann viel ungeklärtes, verfahrenes Leid aufnehmen und umwandeln kann, indem sie als Kummerkasten dient.
Deshalb wird sie auch Kummerblume oder Mutterkraut noch genannt.
Kopf hoch ist auch das Leitwort der Kamille.
Sie hat die Gabe, auch in Sturmzeiten, bei starkem Wellengang seht den Kopf über Wasser halten zu können.
Sich ihrer starken Kräfte bewusst, besitzt die Kamille genügend Bescheidenheit und braucht sich nicht in den Vordergrund zu drängen, wie Beispielsweise die Sonnenblume.
Ringelblume
Die Ringelblume hat ebenfalls einen heilenden Charakter nicht nur weil sie Offenheit in der Blüte zeigt.
Die starken Kräfte ihrer Inhaltsstoffe, lassen ebenfalls auf einen starken tief im Innern verankerten Charakter schließen.
Das unvergleichliche Leuchten ihrer gelb oder orange Farbe, zeigen auf einen dominierenden Zug hin, der aber nicht nur selbstbezogen ist, sondern sich auch für andere stark macht.
Ringelblumensalbe ist die Salbe der Haut und so kann auch der Ringlblumencharakter viele Streicheleinheiten gerne verteilen.
Die kräftige Farbe orange ist die Farbe des Ich.
Somit sind Ringelblumenmenschen auf der Suche nach Ihrem Selbst und spüren eine tiefe Religiosität in ihrem Innern.
Durch dieses innerliche Verbundensein entwickeln sie ihre Kräfte.
Ihr Leitmotiv, das durch diese Verwurzelung kommt, ist die Sonne.
Ringelblumen sind kleine Sonnen, die aber nur für kurze Zeit heftig blühen.
Sie besitzen nicht die innere Ausdauer einer mehrjährigen Pflanze, wohl aber haben sie nach der Winterpause den starken Mut wieder am gleichen Platz neu zu beginnen.
Der Lavendel
Der Lavendel ist ein stark gradliniger Mensch, der die Ordnung über alles stellt.
Unordnung ist im zuwider.
Das zeigt sich an der Struktur und Ordnung des Lavendelstrauches.
Alles zeigt in eine Richtung und fast alle Stängel sind gleich lang.
Es gibt keine Verzeigungen, sondern es herrscht eine Linie.
Ebenso achtet er sehr auf Reinlichkeit und Sauberkeit.
Ein Lavendel sieht aus, wie eine kleine Flaschenbürste.
Und wer mit Flaschenbürsten spült, kommt auch an sonst nicht zugängliche Stellen um klar zu machen.
Das Element des Lavendel ist das Wasser.
Auch sein Name ist dem Französischen Wort Wasser entnommen und deutet damit ebenso auf die stark reinigenden Kräfte.
Auch deshalb weil der Lavendel inhaltlich antibiotische Kräfte hat.
Der starke Duft, der ihm entströmt wirkt leicht und erfrischend.
Er ist wissbegierig, damit er gut bescheid weiß und auch hier klar erkennen kann. Da er ein gradliniger Charakter ist, tut er sich mit Chaos schwer, oder anders ausgedrückt, seine Kreativität braucht Anleitung, einen Kurs, ein Buch oder ähnliches. Spontane eigene Kreativität, wie sie vielverzweigte Blumen haben ist ihm fremd, aber was er kreiert ist von erlesener Schönheit.
Schönheit, ist ebenfalls ein dominierendes Wort für den Lavendelmenschen. Es wäre für ihn undenkbar, mit wirren Haaren oder schlecht gekleidet sich sehen zu lassen.
Deshalb braucht er auch mehr Zeit für sich selbst.
Er versteht es auch zu genießen, denn Schönheit ist ihm ein Genuss.
Seine blaue Farbe hilft ihn die Ruhe zu bewahren.
Denn im Grunde genommen weiß der Lavendel instinktiv, dass aus der Ruhe die Kraft zu schöpfen ist, aus dem Blau des Wassers, wie aus dem Blau des Himmels.
Seine kleinen unscheinbaren fast versteckten Blüten zeigen seine vornehme Zurückhaltung.
Und weil der Lavendel uns lange mit seinem Blüten erfreut, über Wochen und Monate, zeigt sich auch hier die Zuverlässigkeit seiner Art.
Das Löwenmäulchen
Das Löwenmäulchen ist ein Plappermäulchen.
Hippiehaft bunt, ähnlich flatterhaften Schmetterlingen, hat es ein kurzes intensives Leben.
In der Vase schafft es das Löwenmäulchen selten bis nach oben aufzublühen, was eine innere Leichtfertigkeit bedeutet.
Das Leben ist ein Spiel ist seine Devise und Ausdauer und Zuverlässigkeit ist nicht seine Sache.
Seine Verzweigungen und Blühfreudigkeit spiegelt die Vielfältigkeit und Freude am Leben.
Da sie aber, wenn sie alleine stehen keine gute Erdverankerung haben, müssen sie entweder gestützt, oder von Nachbarpflanzen gerade gehalten werden.
Aber fallen sie einmal umschaffen sie es in der Schräglage ihre Blüten noch oben hin auszurichten.
Irgendwie geht’s immer aufwärts.
Die Glockenblume
Die Glockenblume und alle artverwandten Blumen, wie die Fuchsie oder Blumen, die mit Glöckchen am Stiel hängen, sind Verkünderpflanzen. Sie läuten ihre Botschaft ein.
Sie reden gerne, wissen immer etwas zu berichten und machen durch die Redefreudigkeit auf sich aufmerksam.
Da sie aber gerne im Schatten wachsen, ist es nicht ihre persönliche Ausstrahlung, wie z. B. die Rose, sondern die Redegewandheit ihres Wesens, das den Vorrang hat.
Sie sind aber nicht ganz so aufgedreht, wie das Löwenmäulchen, da sie meist ein wunderschönes dezentes Blau tragen, das für die nötige Ruhe sorgt.
Sie sind keine Himmelsgucker, da ihre Glöckchen der Erde zugewandt sind.
Da heißt, dass trotz allen Redens, tief in ihrem Innern eine Melancholie wohnt.
Deshalb sollten diese Menschen, den Kopf ab und zu zur Sonne heben um neue Kraft zu tanken.
Glockenblumenmenschen lieben Besuch und sind gerne in Gesellschaft.
Betrachten sie einmal eine Glockenblume, wie viele Hummeln, Bienen und andere Insekten in ihr ein und aus gehen.
Vergissmeinnicht
Immer wieder habe ich mich gefragt, warum diese Blume keinen eigenen Name hat, sondern eine Aufforderung zum Nicht vergessen.
Dieser Name ist zwar mit der zuerst gesehenen Unscheinbarkeit der Pflanze in Verbindung, aber die eigentliche Kraft der Pflanze, oder der Charakter drückt genau aus was der Name sagt.
Es ist die Einfachheit der stillen Menschen, die das gute alte bewahren möchten und nicht auf jeden modischen Trend aufspringen.
Diese Menschen sind im eigentlichen Sinne, Aufwerter der alten Kultur.
Sie lieben alte Möbel, alte Kleidung und alte Häuser.
Sie können all diesen Dingen durch die innewohnende Liebe zur Tradition und Kultur, einen neuen Glanz verleihen.
Sie sind innere Restauratonen.
Auch wenn das Vergissmeinnicht so unscheinbar nahe an der Erde wohnt, so hat er dennoch große Kräfte in sich. Die Samen, die seit dem Frühjahr in der Erde lagern, gehen Ende August auf und fangen dann an zu wachsen mit enormer Kraft, wenn alles andere im Garten so langsam beginnt sich wieder in die Erde zurückzuziehen.
Und wenn sie dann im Herbst genügend Blätter gebildet haben, dann kann ihnen der Winter mit all seiner Kälte und Kraft nichts mehr anhaben.
Auch wenn sie noch so klein sind, sie halten mehr aus, wie die Sonnenblume, die den Winter nicht übersteht.
Dann aber sind sie bei den Ersten die uns im Frühjahr erfreuen.
Dankbarkeit ist ein großes Wort für Vergissmeinnichtmenschen.
Der Enzian
Das Blau des Enzians macht ihn zum auffälligen Hingucker.
Enzianmenschen ziehen die Blicke auf sich.
Die Kelchform seiner Blüten sagt große Aufnahmebereitschaft aus.